FC Thun: ein neuer Stürmer der trifft, trifft und trifft

Die Berner Oberländer sind mit fünf Punkten aus drei Spielen gut in die Rückrunde gestartet. Der Auswärtssieg zum Auftakt gegen die Grasshoppers (1:0) kam zwar mit etwas Glück zustande, der «Dreier» erweist sich bisher aber als dienliches Polster. Nach einem Remis auf heimischem Grund gegen den FC Luzern (1:1) teilte man sich auch mit dem FC Zürich die Punkte (1:1). Der neue Stürmer Marco Schneuwly avanciert zum Thuner Torgarant: Alle drei Tore gehen auf sein Konto.     

Lediglich 2500 Zuschauer und darunter nur wenige Thuner Anhänger sahen im eisigen Letzigrund zum Auftakt in die Rückrunde den knappen 1:0-Sieg gegen die Grasshoppers. Der Thuner Trainer Bernard Challandes blickte nach der Partie zurück und nach vorne: «Das letzte Spiel hier haben wir 0:1 verloren, heute waren wir nun etwas glücklicher. Die drei Punkte sind sehr wichtig für uns, aber wir sind uns bewusst, dass wir noch besser und offensiver spielen müssen.» Im Heimspiel gegen den FC Luzern gelang den Oberländern zwar eine spielerisch bessere Partie, die Punkte musste man sich aber mit den Innerschweizern teilen (1:1). Die Luzerner waren extrem defensiv eingestellt, trotzdem erzielte Neuzugang Marco Schneuwly die Führung (72. Minute) für Thun. Nur gerade vier Minuten später schoss der kurz zuvor eingewechselte Nico Siegrist für Luzern den Ausgleich. Zuletzt gelang Schneuwly auch im dritten Spiel für seinen neuen Arbeitgeber ein Tor (67.), aber auswärts gegen den FC Zürich reichte ein Goal zum zweiten Mal nicht zum Sieg. Schon in der ersten Halbzeit gingen die Platzherren durch Pedro Henrique in Führung.       

Die Oberländer haben den Anschluss verpasst und werden bedrängt   
Thun ist nach 3 Partien in der Rückrunde zwar noch ungeschlagen, hat den Anschluss an die Positionen hinter der Spitze aber vorerst verpasst und liegt 6 Punkte hinter YB und Luzern. Die Berner Oberländer belegen weiterhin den 4. Tabellenrang, dennoch schwindet die Perspektive auf eine weitere Europa-League-Teilnahme. Nach hinten hat man den Zweipunktevorsprung gegen den FCZ noch verteidigen können; mit dem 3:1-Heimsieg von Servette sind die Genfer nun aber mit nur noch einem Punkt Rückstand direkt hinter Thun zu liegen gekommen. In der nächsten Runde sind die Oberländer aufgrund des Lizenzentzuges von Xamax spielfrei.      

Lustrinelli mit dem Rück- und Antritt im Winter
Nicht mehr auf, sondern nur noch neben dem Rasen wird Mauro Lustrinelli über Thuner Tore jubeln. Kurz nach der Rückkehr aus dem Trainingslager überraschte der Tessiner die gesamte Fussballschweiz. Per sofort trat er als aktiver Fussballer zurück, bleibt den Berner Oberländern aber als neuer Assistenzcoach erhalten. Gleich zwei neue Angreifer verpflichtete der FC Thun im Winter und stockte damit die Offensivabteilung vermeintlich auf fünf nominelle Stürmer auf. Neben «Lustrigol» muss Challandes nun aber auch auf den Paraguayer Dario Lezcano verzichten. Kurz vor Transferschluss entschied sich der 21-jährige offensive Mittelfeldspieler, der im Thuner Kader als Stürmer figurierte, für einen Wechsel zum FC Luzern. Zuvor hat man in Thun aber bereits für frisches Stürmerblut gesorgt. Der Brasilianer Fabiano Vieira Soares soll die Thuner in der Offensive bei der Torproduktion unterstützen. Der 27-Jährige, kopfballstark und mit beiden Füssen gefährlich, hat sich aber bereits in der Vorbereitung verletzt und fehlte beim Rückrunden-Auftakt. Familiär ist es beim FCT mit dem Zuzug von Marco Schneuwly geworden. Der 26-jährige kam von den Young Boys ins Berner Oberland und ist nun mit seinem Bruder Christian auf Thuner Punktejagd. Noch dabei, allerdings nur bis zum Saisonende, ist Torhüter David Da Costa. Im Sommer kehrt er zurück zum FC Zürich, wo er seine Goalieausbildung bis in die U21-Mannschaft genossen hat. Dem FC Thun treu bleiben werden hingegen die beiden Mittelfeldspieler Dennis Hediger und Enrico Schirinzi. Beide verlängern ihre Verträge vorzeitig, Hediger um zwei und Schirinzi um drei Jahre. (Bild: Patric Spahni) 

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 20. Februar 2012 um 13:04 Uhr