FC Luzern: noch nicht in Fahrt

Der FC Luzern ist mit drei Remis in Folge eher enttäuschend in die Rückrunde gestartet. Das Team von Murat Yakin wurde in der Tabelle von YB überholt und liegt nach 21 Runden mit 34 Punkten nun auf dem 3. Rang.

Zuletzt mussten sich die Luzerner auswärts gegen Lausanne mit einem biederen 0:0 zufrieden geben. Das Team ist damit weiterhin weit von der gewünschten Form entfernt - der Abgang von Hakan Yakin, der zu Bellinzona abgewanderte Bruder des Luzerner Trainers, hinterlässt weiterhin eine gewaltige Lücke. Ein realistisches Saisonziel ist für den Tabellenzweiten daher die Qualifikation für die Europa League. Der zweite Meistertitel der Vereinsgeschichte (letztmals 1989) wird weiterhin ein Wunschtraum bleiben. Immerhin liegt der Gewinn des Schweizer Cups noch drin – es wäre der insgesamt dritte nach 1960 und 1992. Dazu muss der FC Luzern erst einmal am 20. März im Viertelfinal zuhause die Zürcher Grasshoppers schlagen.

Starke Hinrunde
Der FCL erwischte in der aktuellen Saison einen fantastischen Start und kassierte erst in der 11. Runde die erste Niederlage. Dem neuen Trainer Murat Yakin (Bild) gelang es ausgezeichnet, den Luzernern seinen Stempel aufzudrücken. Die «Leuchtenstädter» glänzten mit effizientem Aufbauspiel und verfügen weiterhin über die stabilste Defensive der Liga (16  Gegentore). Wie andere Schweizer Klubs hatte der FCL ein Problem mit den Fans, die Pyrotechnik einsetzten. Nachdem ein Fahnenverbot verhängt wurde, reagierten die Anhänger mit einem Stimmungsboykott. Nach intensiven Gesprächen konnte man sich nun wieder einigen und zum «Courant normal» zurückkehren. In der Winterpause war der FCL auch auf dem Transfermarkt aktiv. Als Ersatz für Hakan Yakin kam von Legia Warschau bis Saisonende der vierfache israelische Internationale Moshe Ohayon (28). Bisher konnte er allerdings nicht überzeugen. Von Kriens holte man den talentierten Mittelfeldflügel Gezim Shalaj (21). Zwei Stürmer verliessen den Klub Nico Siegrist wurde leihweise bis Ende Saison beim FC Aarau «parkiert» und der Rumäne Cristian Ianu wechselte zu Sion. Als Ersatz wurde der paraguayische Offensivspieler Dario Lezcano (21) vom FC Thun verpflichtet. Er unterschrieb für viereinhalb Jahre und kam gegen Lausanne erstmals zum Einsatz. Des Weiteren stiess auch der 18-jährige nigerianische Stürmer Olarenwaju Kayode von seinem Heimatklub Mimosas nach Luzern. Beinahe als Neuzugang ist Daniel Gygax zu werten, der erst kürzlich von seiner schweren Fussverletzung genesen ist und in dieser Saison nur vier Spiele bestritt. Wenn er zu seiner Topform zurückfindet, könnte der dribbelstarke Hobby-DJ für die Luzerner eine wichtige Rolle spielen. Als Verstärkung für die nächste Saison kommt aus St. Gallen der defensive Mittelfeldspieler Philipp Muntwiler (24). Er unterzeichnete einen Vertrag bis 2015.

(Bild: Archiv)

J. B.

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 20. Februar 2012 um 13:27 Uhr