Das Berufsbild Carrossierinnen/Carrossiers Spenglerei

Carrossierinnen und Carrossiers Spenglerei bringen die verschiedensten Fahrzeuge wieder in Form und sorgen auch dafür, dass diese länger im Einsatz stehen können. Sie reparieren Fahrzeugcarrosserien, vor allem von Unfallautos. Eingedrückte Stellen bringen sie in die ursprüngliche Form zurück, beschädigte Carrosserieteile ersetzen sie durch neue Teile oder selbst angefertigte Bleche.

Carrossierinnen und Carrossiers Spenglerei arbeiten meistens in einem kleineren oder mittelgrossen Carrosseriebetrieb. Das Lehrstellenangebot ist gross, jährlich werden rund 300 Lehrverträge abgeschlossen. Ausgebildete Carrossierinnen und Carrossiers Spenglerei haben auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen. Die Anstellungsbedingungen sind durch einen Gesamtarbeitsvertrag geregelt.

Ausbildung
Voraussetzung für die Ausbildung als «Carrossierin/Carossier Spenglerei EFZ» mit Eidg. Fähigkeitsausweis ist die Volksschule, die man mit guten Leistungen abgeschlossen haben sollte. Dies vor allem in den Bereichen Rechnen, Geometrie und Technischem Zeichnen. Anforderungen an eine künftige Carrossierin oder an einen Carrossier sind ausgeprägtes handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, exakte Arbeitsweise, räumliches Vorstellungsvermögen, ästhetisches Empfinden, Zuverlässigkeit, Selbständigkeit und keine Lärmempfindlichkeit. Die Ausbildung dauert vier Jahre und die berufliche Praxis eignet man sich in einer Carrosseriespenglerei an. Währenddessen besucht man an einem Tag pro Woche die Berufsfachschule. Die berufsbezogenen Fächer sind dabei Technische Mathematik, Technologie, Fachkunde, Technische Kommunikation. Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmittelschule besucht werden.

 Vielseitiger Arbeitsbereich
Bevor die Carrossierinnen und Carrossiers Spenglerei mit der Spenglerarbeit beginnt, demontieren sie Fahrzeugteile wie Scheinwerfer, Stossstangen, Räder und Achsen, die ihre Arbeit behindern würden. Sie erkennen, ob das Blech gestaucht oder auseinandergezogen wurde und bringen mit verschiedenen Zug- und Drücktechniken deformierte Carrosserieteile in die ursprüngliche Form zurück. Dies erfordert Fingerspitzengefühl, Augenmass und Formgefühl, denn das Material ist nur 0,4 bis 0,8 Millimeter dick. Während des Ausbeulens mit dem Schlichthammer tasten sie die bearbeitete Fläche immer wieder ab, um unsichtbare Unebenheiten zu erkennen. Schlecht zugängliche Stellen gleichen sie mit Streichzinn aus, das sie hinterher mit einem Hobel glätten. Nicht reparierbare Teile bauen die Carrossierinnen und Carrossiers Spenglerei aus und ersetzen sie durch neue, die zum Teil vorfabriziert sind und von ihnen angepasst werden müssen. Vom Rost angegriffene Stellen am Fahrzeug schneiden sie heraus und schweissen Ersatzstücke ein. Oft ist es nötig, dass die Carrossierinnen und Carrossiers Spenglerei den durch einen Unfall verformten Carrosseriekörper auf einer speziellen Mess- und Richtanlage neu ausrichten. Nach Abschluss der Spenglerarbeiten übergeben sie das Fahrzeug der Lackiererei. Ist das Fahrzeug zurück, bauen sie es fertig zusammen, montieren Scheiben, Beleuchtungs- und Signalanlagen usw. und schliessen Türöffner, Airbags, Gurtenstraffer u.ä. wieder an die Elektronik an. Die Carrossierinnen und Carrossiers Spenglerei beherrschen die herkömmlichen Reparatur- und Metallbearbeitungstechniken. Da Werkstoffe und Verbindungstechniken laufend weiter entwickelt werden und im Autobau vermehrt auch Kunststoffe zum Einsatz kommen, müssen sie sich aber auch immer wieder mit neuen Arbeitstechniken vertraut machen. (Quelle: BIZ / Bild: Archiv)

Carrosserie Rusterholdz AG

Beat Stadler Carrosserie Spritzwerk

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Carrosserie Gartmann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 11. Mai 2012 um 15:34 Uhr