Spengler Cup: Härtetest und Leckerbissen

Der 91. Davoser Spengler Cup zwischen Weihnachten und Neujahr verspricht Spektakel.

Bild: Die Schweizer Nati strebt in Davos den Turniersieg an; Archiv

Das Schweizer Nati- und Olympiateam ist in Davos in guter sportlicher Gesellschaft. Weil die NHL ihre Spieler nicht freigibt, bestreitet Kanada den Spengler Cup mit dem Olympia-Team, genau wie die Schweiz. Eigentlich sind am 91. Spengler Cup zweieinhalb Länderteams am Werk. Dinamo Riga stellt nämlich die Hälfte der Nationalspieler von Lettland.

Zur Eröffnung Schweiz gegen Riga
Das Auftaktspiel bestreiten am 26. Dezember (Di 15.10 Uhr) die Schweizer Nati und Dinamo Riga. Spannung verheisst auch die erste Abendpartie vom 26. Dezember um 20.15 Uhr in der zweiten Gruppe. Da trifft der 14malige Spengler Cupgewinner Team Canada auf die tschechische Mannschaft Mountfield. Die Tschechen wollen ihren mässigen Auftritt vom Spengler Cup 2016 (nur ein Sieg) zünftig aufpolieren.

HPK und HCD
Tags darauf, am 27. Dezember (Mi), greifen das junge finnische Team HPK (Hämeenlinna) und der Gastgeber HC Davos ins Turnier ein. Um 15.10 Uhr misst sich HPK mit dem Verlierer des Eröffnungsspiels Schweiz-Riga. Davos steht um 20.15 Uhr gegen den Verlierer der Partie Mountfield -Team Canada im Einsatz. HCD-Trainer und Dauerbrenner Arno Del Curto coacht sein Team zum mittlerweile 21. Mal  am Spengler Cup. Wie üblich werden die Bündner mit drei, vier Verstärkungen auflaufen.

Pre-Seminfinals, Halbfinals, Finale
Am 28. Dezember (Do) stehen am Nachmittag und Abend die beiden letzten Vorrundenspiele in den zwei Gruppen auf dem Programm. Die beiden Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die Halbfinals vom 30. Dezember (Sa). Pre-Seminfinals müssen am 29. Dezember (Fr) die Gruppenzweiten und -dritten bestreiten, wobei der Verlierer ausscheidet. Das grosse Finale steigt am Sonntag, 31. Dezember, um 12.10 Uhr.

Schweizer Nati in Favoritenrolle
Die Turnierfavoriten sind rasch ausgemacht: die Schweizer Nati und Team Kanada. Davos wird für beide Mannschaften zur Olympia-Hauptprobe. Es gilt, diesen Härtetest zu bestehen und den Schwung mitzunehmen ins Olympiaturnier vom Februar 2018.  «Sechs Wochen vor Südkorea hat der Spengler Cup für uns einen besonderen Stellenwert», betonte kürzlich Naticoach Patrick Fischer. Es sei eine Ehre, in Davos antreten zu dürfen. Seit dem letzten Gastspiel einer Schweizer Nati am Spengler Cup sind mehr als ein paar Jährchen verstrichen. Anno 1979 war dies letztmals der Fall. (SL)

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