SCL Tigers: Stolze Emmentaler Raubkatzen

Die Langnauer „Tiger“ können trotz Viertelfinal-Out sehr zufrieden mit sich sein.

Bild: Facebook

Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte hatte sich Langnau in ein „Playoff-Dorf“ verwandelt; die Eishockey-Euphorie in der Emmentaler Metropole kannte keine Grenzen mehr. Doch trotz starker Gegenwehr und Kampf bis zum „letzten Blutstropfen“ mussten sich die SCL Tigers im Viertelfinal schliesslich Lausanne geschlagen geben, mit 3:4 Siegen für die Waadtländer.

Ehlers holte das Maximum heraus
Damit haben die Langnauer die stärkste Saison gespielt seit Einführung der Playoffs. Denn diesmal gelangen, im Gegensatz zum sang- und klanglosen Out gegen Bern 2011, auch die ersten Siege in der entscheidenden Saisonphase. Der dänische Trainer Heinz Ehlers hat aus seiner Mannschaft das Optimum herausgeholt  - die „Tiger“ waren stets bissig und qualifizierten sich dank einem 6. Platz in der Qualifikation hochverdient für die Playoffs. Diese Leistung hat dem Aussenseiter kaum jemand zugetraut.

"DiDo", die launische Diva
Schillerfalter Chris Di Domenico ist sicherlich der auffälligste Akteur bei den Langnauern. Der heissblütige Italokanadier war der erfolgreichste Skorer (14 Tore und 37 Assists) und war somit massgeblich am Erfolg beteiligt. Aber Disziplin ist nicht die Hauptstärke des Stürmers; er sass 186 Strafminuten ab. Damit tat er seiner Mannschaft keinen Gefallen. Wenn er dies abstellen könnte, hätte „DiDo“ das Potenzial, bester Spieler der Liga zu werden.

 „Buregiele“ schlagen Städter
Der Höhepunkt der Langnauer Vereinsgeschichte bleibt aber der legendäre Meistertitel 1976. Die „armen Buregiele vom Land“ zwangen damals die favorisierten Städter aus Bern oder Biel in die Knie. (JB)

Kommentar erstellen