Schwingclub Interlaken: Starker Organisator

Der Schwingclub aus dem Berner Oberländer Touristenort Interlaken führt alle sechs Jahre das Unspunnenfest durch.

Bild: Christian Stuckis Triumph am Unspunnen; Archiv

Der „Unspunnen“ ist eigentlich eine Burgruine auf dem „Bödeli“, wie das Gebiet zwischen Brienzer- und Thunersee genannt wird. Doch das wissen höchstens Einheimische, denn bei „Unspunnen“ denken viel mehr Leute an eines der grössten Schwingfeste der Schweiz. Das Unspunnenfest findet alle sechs Jahre statt und wird seit 1946 vom Schwingclub Interlaken durchgeführt. Daran nehmen jeweils die „Bösesten“ der Bösen teil; das Fest hat eidgenössischen Charakter.

Stucki bodigte Orlik
2017 war es wieder an der Reihe. Der Berner Gigant Christian Stucki siegte im Schlussgang nach zähem Fight gegen den Bündner Curdin Orlik. Neben dem Schwingen stand auch neun Tage Schweizer Brauchtum im Zentrum am Fest. Ein Festumzug, Fahnenschwingen, Jodeln, Alphorn und viele kulinarische Köstlichkeiten lockten viele Leute nach Interlaken.

Klubschwinget jedes Jahr
Den Organisator, den Schwingclub Interlaken, gibt es offiziell seit 1919. Es gab ihn schon vorher, doch sind die Beweisdokumente verschollen. Er ist allen schwingbegeisterten Menschen offen und fördert aktiv den Nachwuchs. Neben dem Unspunnen ist auch das jährliche Klubschwinget ein wichtiger Anlass. Es fand wieder am 21. Mai in Matten bei Interlaken statt. Schwingerkönig Matthias Glarner holte sich den Sieg. (JB)

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