Schützenverein Wimmis: Lässt Tradition aufleben

Das jährliche Highlight für den Niedersimmentaler Schützenverein Wimmis BE ist das „Kaplanschiessen“.

Bild: Schloss Wimmis Paebi/Wikimedia.org

Es war einmal vor langer Zeit, um genauer zu sein im 15. Jahrhundert: Da war Bern sehr reich und kaufte sich die Landschaft Niedersimmental, wo sich auch das Dorf Wimmis befindet. Es gab damals noch keine Züge oder Autos, die Fahrt mit einer Kutsche von Bern hinunter in die Berge war lang. Daher kam einen Statthalter im Niedersimmental, der anstelle der Berner Obrigkeit regierte. Er nahm seinen Wohnsitz auf dem Schloss Wimmis. Er wurde der „Kastlan“ genannt. Jedes Mal, wenn ein neuer Kastlan sein Amt antrat, veranstaltete er zu seiner Feier ein Wettschiessen. In seiner Gnade vergab er für den Sieger auch einen schönen Hauptpreis.

Populäre Tradition
Die Tradition des „Kaplanschiessens“ hat der Schützenverein Wimmis reaktiviert. Er zieht jedes Jahr viele Schützen an, auch etwa aus dem fernen Baselbiet. Dieses Jahr findet es am 4. August statt, zum 38. Mal seit Wiedereinführung. Dabei wird mit Gewehren auf 300 Meter Distanz geschossen; Ort ist der Feldschiessstand Splissi in Wimmis.

Obligatorisches
Die Mitglieder des Schützenvereins Wimmis nehmen an zahlreichen Wettkämpfen und Festen teil. Dazu messen sie sich intern an den Jahresmeisterschaften – hier wird der beste Wimmiser Schütze gekürt. Er organisiert für Militärpflichtige das Obligatorische (mögliche Termine sind noch der 30. Juni und der 26. August). (JB)

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