Patrick Küng geht beflügelt in den Olympia-Winter

Speed-Fahrer Patrick Küng ist einer der erfahrensten Cracks im Skizirkus. Der Glarner steht vor seiner neunten Weltcupsaison.

Bild: Küng im Duett: Foto 1 mit Beat Feuz nach der WM-Abfahrt 2015 von Beaver Creek; Foto 2 mit Freundin Bianca Andreatta; Archiv

Die Enttäuschung von St. Moritz ist verdaut. Trotz einer starken WM-Abfahrt war Patrick Küng hauchdünn am Podest vorbei geschrammt. Mickrige drei Hundertstel fehlten zu Bronze. Das Wettkampfglück stand ihm wahrlich nicht zur Seite. Abgehakt und verarbeitet.

Bianca Andreatta
Einen Glückstreffer landete der 33-jährige Glarner im Privatleben. Wie die Boulevardzeitung Blick im Sommer 2017 enthüllte, heisst die Frau an Küngs Seite Bianca Andreatta. Dass das Paar seine traute Zweisamkeit eineinhalb Jahre lang verheimlichen konnte, war ein kleines Kunststück. Der Speedfahrer hatte die Tessinerin nämlich schon im Januar 2016 kennen und schätzen gelernt. Damals befand sich der Abfahrtsweltmeister von 2015 in einem mentalen Tief. Weil die Patellasehne nicht heilen wollte, musste er die damalige Skisaison abbrechen.

Andi Evers
Dass Küng beflügelt in die Olympia-Saison steigt, hat viel mit seinem privaten Glück zu tun. Aber nicht nur. Auch eine andere nicht unwichtige «Chemie» scheint  zu passen. Gemeint ist jene zwischen dem Speedfahrer und dem neuen Chef, dem Abfahrts-Trainer Andi Evers. Der 49-Jährige Oesterreicher, einst Coach von Skilegende Hermann Maier und Chef des US-Skiteams, gilt als Persönlichkeit mit Ecken und Kanten. Dem erfolgreichsten Speed-Trainer der Neuzeit werden auch Attribute wie «Geselligkeit, Leidenschaft, Mut» nachgesagt. Küng besitzt fraglos ähnliche Charaktereigenschaften.

Auftakt in Kanada und USA
Das Quartett der arrivierten Schweizer Speed-Fahrer schrumpfte zu einem Trio. Carlo Janko zog sich einen Kreuzbandriss zu. Janko wird zumindest die ersten Weltcuprennen verpassen. Trotz dieses Dämpfers blicken Küng, Feuz und Mauro Caviezel mit einer gehörigen Portion Zuversicht dem Speed-Auftakt in Übersee entgegen. Erste Station ist Lake Louise in Kanada mit der Abfahrt am 25. November und dem Super G am 26. November. Danach folgen in Beaver Creek (USA) am 1. Dezember ein Super G und am 2. Dezember die Abfahrt.
Das Saison-Highlight ist selbstredend die Olympia-Abfahrt im südkoreanischen Peyongchang vom 11. Februar 2018. Vier Tage später, am 15. Februar, findet der olympische Super G statt. (SL)

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