HG Langenthal-Wynau: "Stägeli uf"

Die letzte Saison war für die Oberaargauer sehr erfolgreich: Die Hornusser stiegen in die 2. Liga auf.

Bild: Wikimedia

Langenthal ist die schmucke Metropole vom Berner Oberaargau; im 15‘000-Seelen-Städtchen ist Eishockey die populärste Sportart. Aber auch das urchige Hornussen wird hier ausgeübt, und zwar schon seit 87 Jahren. Seit der Fusion 2008 spielt Langenthal mit Wynau, einem kleinen Vorort, zusammen.

Ende Oktober gehen die Hornusser in den „Winterschlaf“
Dieses Zusammenspiel funktioniert offenbar gut: In der Saison 2018 (von April bis Juni) war die HG stets unter den besten Teams der 3. Liga; so überraschte es nicht, dass die Hornusser aus „Long Valley“ am Schluss den Aufstieg feiern konnte. Ein weiterer Höhepunkt des Jahres war sicherlich die Teilnahme am Eidgenössischen Hornusserfest in Walkringen. Am 20. Oktober „haben“ die Langenthaler dann endgültig fertig, nach einem Wettkampf in Aeschi ob Spiez. Danach gehen die Hornusser wie die Bären bekanntlich in ihren verdienten „Winterschlaf“.

Beliebt auf dem Land
Hornussen ist eine schweizerische Nationalsportart mit grosser Tradition und wird hauptsächlich in ländlichen Gebieten der Kantone Bern, Solothurn und Aargau gespielt. In heidnischer Zeit schlugen die Bauern brennende Holzscheite vom Berg ins Tal, um böse Geister zu vertreiben. Daraus entwickelte sich dann schliesslich Hornussen. Es ist eine Mannschaftssportart – salopp gesagt eine Mischung aus Golf und Baseball. Je 18 Leute stehen sich gegenüber. Das eine Team schlägt den „Nouss“, eine Art Puck, soweit wie möglich ins gegnerische Feld, das andere Team versucht ihn zu stoppen. Es gibt mehrere Runden, Gewinner ist wer mehr Nousse stoppen kann. (JB)

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