HBC Ins: Handballclub mit Nebelspalter-Qualitäten

Die 2.-Liga-Handballer des Berner Seelandvereins Ins würden den Orden „Wider den tierischen Ernst“ verdienen.

Bild: Ins (in Gelb) ist ein witziges, sportlich mässig erfolgreiches Handballteam; Vereinsarchiv

Beim HBC Ins ist die Winterdepression chancenlos. Das Fanionteam begegnet dem neblig-grauen Alltag locker vom Hocker, fernab jeglicher Bierernsthaftigkeit.

Gediegene Geburtsparty
Aus sportlicher Sicht hätte der Zweitligist nicht viel zu lachen. Es läuft unrund, das Team schwebt in Abstiegsgefahr. Kein Grund, um Trübsal zu blasen. „Irgendeinisch fingt ds Glück eim“, heisst das trotzige Teammotto. Kürzlich hat die Mannschaft das Spielglück tatsächlich heimgesucht. So bezwang Ins die klar besser besetzte Mannschaft aus Zofingen 25:23. Der Überraschungssieg wurde am Geburtstag des Vereinspräsidenten erzielt, was die Stimmung bei der anschliessenden Party durchaus befeuert haben soll.

Drei Siege, zehn Niederlagen
Ranglisten lügen nicht. Auch die Zwischentabelle der 2. Liga (Gruppe 5) widerspiegelt nichts als die nackte Realität. Nach 13 Spielen steht Ins mit sechs Pünktlein auf dem elften und zweitletzten Platz. Zehn Partien gingen verloren, drei  gewann man. Trainer David Lorenz, dessen Nebenjob im Verfassen recht witziger Spielberichte besteht, und sein Team nehmen den Blick auf die Tabelle gelassen zur Kenntnis. Die Kuh ist ja nicht gemolken, der Abstieg noch nicht besiegelt.

Kleine Auswärtstournee
Ins steckt im sportlichen Reisefieber. Am 7. Februar (Mi) spielt das Lorenz-Team beim Tabellensiebten Langenthal. Am 10. Februar (Sa) reist man in den Aargau zum Tabellenachten Baden. Punkte wären willkommen. Halb so wild, falls es nicht klappen sollte. Kein Grund jedenfalls, um die fünfte Jahreszeit nicht in vollen Zügen zu geniessen. (SL)

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