FC Sursee: Wer schiesst nun die Tore?

Die Vorrunde war für den FC Sursee eine grosse Enttäuschung. Nun soll es für den Erstligisten endlich aufwärts gehen. Allerdings fehlt nun der Goalgetter.

Bild: Facebook

Anfang Februar wechselte der slowenische Mittelstürmer Elvis Bratanovic per sofort zu Challenge-Ligist Xamax. Sein Abgang ist ein herber Verlust für den FC Sursee: „The King“ war für mehr als die Hälfte aller Goals der Luzerner verwantwortlich. 13 von 25 Sursee-Treffern gingen auf sein Konto. Nun muss für ihn ein Ersatz gefunden werden, was nicht einfach werden wird. Neben Bratanovic verliess auch Burim Hasanramaj (zu Rothrist) den Klub. Neu dazugekommen sind jedoch Philipp Steinmann (2. Mannschaft), Bruno Mendes (Gunzwil), Nader Bouzenna (Fribourg) sowie Pascal Bader (Cham). Insbesondere von Bader erhofft sich Sursee eine Stabilisierung der zuletzt löchrigen Defensive. Der 35-jährige Routinier bringt viel Erfahrung mit, so spielte er einst beim FC Luzern und beim VfR Aalen (De) in der 3. Bundesliga.

Vorbereitung läuft
Aktuell steckt das Team von Trainer André Grüter mitten in der Vorbereitung auf die Rückrunde. An einem Hallenturnier konnte sich Sursee den Sieg holen, das tat dem Selbstvertrauen des Teams sicher gut. Zwei Testspiele stehen noch auf dem Programm- gegen Altdorf und Muri. Danach geht es für eine Woche ins Trainingslager nach Gran Canaria.

Defensive Stabilität gefordert
Die Meisterschaft geht am 3. März weiter mit einem Heimspiel gegen Baden. Ein harter Brocken, da braucht es einen Sondereffort des Teams, um Punkte zu ergattern. Es geht für Sursee darum, den Abstieg zu verhindern – da kommt ein harter Kampf auf das Team zu. Aus den ersten 14 Spielen holte man nur 10 Punkte, ein bescheidener Wert. Der FCS spielte zwar spektakulär nach vorne, das Verteidigen ging zu oft vergessen. Das muss sicher verbessert werden. Goalgetter Bratanovic wird sicher auch schmerzlich vermisst werden. In der „Surseer Woche“ sagte Sportchef Erich Möstl: „Jetzt verteilt sich die Verantwortung zum Toreschiessen auf mehrere Schultern. Wir werden so unberechenbarer.“ Klingt eher nach Zweckoptimismus als nach Überzeugung. Die Wahrheit liegt aber wie immer auf dem Platz. (JB)

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