FC St. Gallen: Der schlafende Riese muss erwachen

Der FC St. Gallen steht vor einer spannenden Zukunft. Eine neue Führung und ein neuer Trainer sollen den gewünschten Erfolg bringen.

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Fussballverrückte Region, tolles Stadion und neues, hochkarätiges Führungspersonal: Bei den erfolgshungrigen St. Gallern sollte der Erfolgs-Mix jetzt stimmen – eigentlich. Das Potenzial ist riesig. Doch was in der Theorie gut aussieht, muss jetzt in Praxis umgesetzt werden. Ob dies gelingt, wird die neue Saison weisen. Eine gesunde Portion Optimismus dürfen die FCSG-Fans aber sicher haben.

Hüppi, Sutter und Zeidler
Seit Anfang Jahr ist der frühere „Fernsehmann“ Matthias Hüppi Präsident und Ex-Natispieler Alain Sutter Sportchef des FC St. Gallen. Das Duo ist voller Tatendrang und will den Klub nach vorne bringen. Als neuen Trainer haben sie den Österreicher Peter Zeidler (55) verpflichtet. Er ist bekannt für spektakulären Offensivfussball und soll aus den zuletzt kriselnden St. Gallern eine starke Equipe formen, die in der Spitze der Schweizer Liga mitspielen kann. Letzte Saison erreichte man den 5. Platz und sicherte sich damit einen Platz in der Europa-League-Qualifikation. Dort trifft St. Gallen in der 2. Runde (26. Juli/2. August) entweder auf Sarpsborg (No) oder Vestmannaeyia (Island)

In der Vorbereitung gegen Premier League-Klub
Momentan bereitet sich das Team auf die neue Saison vor; diese beginnt für den FC St. Gallen am 21. Juli mit dem schweren Auswärtsspiel gegen den FC Basel. Ein Überraschungscoup könnte aber bereits eine erste Euphorie entfachen. Nun steht aber erst ein Trainingslager in Bad Ragaz auf dem Programm sowie Testspiele gegen Bad Ragaz, den FCZ, Stadtrivale Brühl sowie den englischen Premier-League-Klub Brighton/Hove Albion am 14. Juli.

Ungeschliffene Diamanten neu dabei
Das Kader wird aktuell neu gestaltet. Neu verpflichtet wurden bisher der Spanier Jordi Quintilla (24). Der Spielmacher startete seine Laufbahn bei den Junioren von Barcelona. Ausserdem kommt der ghanaische Nationalspieler  und Mittelfeldspieler Majeed Ashimeru (20) von Red Bull Salzburg zum Team. Der bisher ausgeliehene Stürmer Cédric Itten (21) wurde vom FC Basel definitiv übernommen. Alle sind ungeschliffene Diamanten und könnten in St. Gallen bei richtiger Förderung zu Stars heranreifen. Den Klub verlassen haben unter anderem Danijel Aleksic (Israel), Jasper van der Werff (Salzburg), Runar Sigurjonsson (GC), Nzuzi Toko und Karim Haggui (noch ohne neuen Klub). Weitere Verstärkungen sind geplant: man darf gespannt sein, welche „Kaninchen“ Sportchef Sutter aus dem Transferzylinder zaubern kann.

Kein Dornröschen-Rhythmus mehr
Der Gewinn der Meisterschaften 1904 und 2000 waren neben dem Cupsieg 1969 bisher die grössten Erfolge in der Vereinsgeschichte. Aber nun wollen die St. Galler den aktuellen Titelschlaf bald wieder unterbrechen. Schon wieder 100 Jahre warten wie das schlafende Dornröschen wollen die St. Galler ganz bestimmt nicht. (JB)

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