FC Lengnau: Auf dem Weg nach oben

Der Viertligist FC Lengnau (BE) ist die Heimat von "Fussballgott" Erich Hänzi und will unbedingt wieder eine Spielklasse höher hinauf.

Bild: Der frühere Lengnau-Junior und YB-Spieler Erich Hänzi (Facebook)

Die Berner Jungs vom Jurasüdfuss brillieren diese Saison mit hervorragenden Leistungen, sind bisher ungeschlagen und belegen aktuell den 2. Platz (6 Spiele/16 Punkte). Sie bestritten ausserdem ein Spiel weniger als Leader Müntschemier; könnten also sogar ganz vorne liegen.

Lengnauer „Torlawine“ zum Auftakt
Das Team von Trainer Semir Kurbegovic begann mit einer wahren „Torlawine“ (Besa Biel wurde auswärts mit 12:1 gedemütigt und Täuffelen mit einer 9:0-Packung nach Hause geschickt); seither haben sich die Lengnauer ein wenig „beruhigt“, was die Offensivproduktion angeht. Erfolgreich blieben sie aber weiterhin. Nun folgen aber zwei nicht ganz einfache Auswärtspartien gegen Iberico Bienne (6.10.) und eine Woche später gastiert man in Büren an der Aare.

Rückkehr in die 3. Liga realistisch
Es ist die zweite Saison in der 4. Liga nach dem Abstieg; wenn Lengnau so stark weitermacht, könnte es vorderhand auch die letzte sein. Denn so sind die Chancen gross, dass man wieder eine Stufe hinaufsteigt auf der „Ligentreppe“.

Triumph gegen Hitzfeld
Der Aufenthalt in der 4. Liga ist sicher der Tiefpunkt der Vereinsgeschichte. Da werden die Einheimischen umso wehmütiger, wenn sie an früher denken: Der FC Lengnau war nämlich einmal gross. In den 1950er Jahren spielten die Seeländer in der NLB und verpassten die Promotion nach ganz oben nur knapp. Dreimal qualifizierte sich der Klub für die Schweizer Cup-Viertelfinals. Zuletzt 1986 dank einem sensationellen 2:0-Sieg gegen A-Ligist Aarau. Dieser wurde damals von einem gewissen Ottmar Hitzfeld trainiert.

Der „Fussballgott“ ist aus Lengnau
Auch einige Lengnauer Junioren sorgten für Furore. Beispielsweise der ehemalige „Fussballgott“ Erich Hänzi (Bild), der bei YB und Lausanne spielte. Der Schweizer Nati-Kommentator Sascha Ruefer wuchs neben dem FCL-Sportplatz „Moos“ auf und organisierte später zeitweise den Uhrencup in der Solothurner Nachbarstadt Grenchen. (JB)

 

 

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