FC Feusisberg-Schindellegi: Kein Schickimicki, dafür solide und ehrliche Arbeit

Die Fussballer aus dem Domizil der Reichen spielen in der nicht ganz so glamourösen 4. Liga.

Bild: Archiv

Die Gemeinde Feusisberg-Schindellegi (SZ) thront über dem Zürichsee und ist ein Steuerparadies für die Reichen und Schönen – Wirtschaftsbosse wie Sergio Marchionne oder Sportsterne wie Martina Hingis und Simon Ammann leben hier; sogar Promigirl Paris Hilton liess sich mal kurz hier nieder. Ausserdem findet sich die Schweizer Fussballnati jeweils hier für ein Trainingslager zusammen.

FCFS: 40 Jahre
Doch wohnen auch „normale“ Leute an diesem illustren Ort; und König Fussball ist natürlich ebenfalls sehr beliebt, nicht nur wegen der Nati. Seit 1978, also 40 Jahren, gibt es den FC Feusisberg-Schindellegi. Er verfügt über eine eigene Sportanlage mit Flutlicht und hat immerhin 230 Mitglieder.

Aufstiegsträume erlaubt
Spitzenfussball kann man hier nicht erwarten; eher einfaches, ehrliches und kampfbetontes „Fusswerk“. Die 1. Mannschaft spielt aktuell nur in der 4. Liga. Die Herren spielten eine solide Hinrunde und liegen nach 10 Spielen mit 18 Punkten auf dem 6. Platz im Mittelfeld. Abstiegsgefahr besteht keine, Aufstiegsträume sind aber noch erlaubt - wenn diese tätsächlich in Erfüllung gehen würden, spielte der FCFS danach erstmals seit 2001 wieder in der 3. Liga. Der Rückstand auf Leader Horgen 2 beträgt nur 5 Zähler. Ende März geht es für die Truppe von Trainer Remo Mayer in der Meisterschaft weiter. Mit einem Trainingslager in Antalya (Tür) bereiten sich die Schwyzer optimal auf die Rückrunde vor. (JB)

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