EHC Wallisellen: Nach der Saison ist vor der Saison

Seit über 30 Jahren gehört der EHC Wallisellen zu der 2. Liga.

Bild: Vereinsarchiv

Wohl fast jedes Schweizer Kind kennt Wallisellen: vom Abzählreim „Azelle, Bölle schelle, d Chatz gaht uf Walliselle, chunnt sie wieder hei, hät sie chrummi Bei, biff, baff, buff und du bisch duss.“ Wenn man die Junioren fragen würde, wo Wallisellen liegt, bekäme man wohl nur einen ratlosen Gesichtsausdruck mit einem Fragezeichen in den Augen zur Antwort. Die gebildeten Erwachsenen hingegen kennen sicher auch den lyrischen Hit von „Stiller Has“ namens „Walliselle“.

„Inventar“ der 2. Liga
Der Name scheint also auf Poeten inspirierend zu wirken. Dabei ist Wallisellen „nur“ ein Vorort von Zürich mit rund 16 000 Einwohnern und wird rege genutzt als „Shoppingmekka“. Auch Sportfreunde kommen auf ihre Kosten, beispielsweise beim Eishockeyclub Wallisellen. Dieser hält sich seit seiner Gründung 1964 im Amateurbereich auf. In den 70- er und Anfang 80er Jahre wagte der EHC ein paar Abstecher in die 1. Liga, seit 1984 spielt Wallisellen aber ununterbrochen in der 2. Liga. Eine bemerkenswerte Konstanz, der Klub gehört quasi nun zum festen „Inventar“ dieser Spielklasse.

Durchzogene Saison
Auf die bereits vergangene Saison 2017/18 schauen die Walliseller Eishockeyspieler wohl mit gemischten Gefühlen zurück. Die Vorrunde verlief sehr erfreulich, das Team des deutschen Trainers Florian Setzer erreichte den starken 3. Rang. Bester Walliseller Skorer wurde Michael Dittli mit 12 Toren und 19 Assists. Doch die Saison nahm in den Playoffs dann ein viel zu frühes Ende. In der ersten Runde musste sich die Mannschaft dem SC Küsnacht mit 2:3-Siegen geschlagen geben. Nun haben die Walliseller Sommerpause, die Schlittschuhe und der Hockeystock konnte bereits im Estrich versorgt werden. Im Herbst geht es dann wieder los mit dem Eishockeyvergnügen. (JB)

 

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