EHC Kloten: Lichtblick nach langer Dunkelheit

Die kriselnden Klotener Absteiger schafften einen Cup-Coup. Nun muss auch in der Liga das Feuer wieder gezündet werden.

Bild: Facebook; Rötheli motiviert sein Team

Mit diesem Lichtblick hätte wohl niemand gerechnet: Absteiger und Krisenklub Kloten bezwang im Cup-Achtelfinal den souveränen NL-Leader Biel mit 4:3 – und dies nach einem 0:3-Rückstand. Jeffrey Füglister gelang das „Game-Winning-Goal“. Das dürfte dem gebeutelten Team von Trainer André Rötheli wieder Selbstvertrauen eingeimpft haben.

Nach 56 Jahren das "Grounding"
Letzte Saison ging eine stolze Serie zu Ende. Nach 56 Jahren stieg der fünfffache Schweizer Meister Kloten erstmals aus der obersten Liga ab. Natürlich wurde dem Klub dann vor Saisonbeginn die Favoritenrolle zugeschaufelt; viele Medien trauten ihnen vor Saisonbeginn auch den sofortigen Wiederaufstieg zu. Dies obwohl Sportchef und Legende „Fige“ Hollenstein das Team fast komplett neu besetzen musste; es gelang ihm aber, einen guten Mix aus Routiniers und jungen Talenten zusammenzustellen.

Auf dem harten Boden der Realität
Ein Erfolgsteam konnte Trainer Rötheli aber daraus noch nicht formen: Von der Spitze sind die Zürcher Unterländer momentan sehr weit entfernt. Sie sind schmerzhaft auf dem Boden der Realität gelandet. In der Swiss League (der zweithöchsten Schweizer Liga) mussten die „Flughafenstädter“ zuletzt 6 Niederlagen in Folge hinnehmen: eine tiefschwarze Serie. Nach einem guten Start fielen die Klotener in ein tiefes Leistungsloch; sie hatten die Gegner wohl unterschätzt, das Niveau ist in dieser Spielklasse höher als sie erwartet haben. Jeder Sieg, auch gegen die „Kleinen“, muss erarbeitet werden; brotlose Kunst ist da nicht gefragt.

Powermäuse sind die nächster Gegner
Die Mannschaft wird nur mit vollem Einsatz und hartem Kampf wieder zum Erfolg zurückfinden. Nächster Gegner ist zuhause der EHC Olten; ein grosser Brocken. Doch wer Biel schlägt, sollte das auch gegen die „Powermäuse“ schaffen können.

 

 

 

 

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