EHC Biel: Nicht mehr der "kleine Bruder" von Bern

Der EHC Biel ist auch diese Saison wieder stark unterwegs.

Bild: Facebook/Simon Bohnenblust

Die Hälfte der Qualifikation ist bereits vorbei und die Bieler belegen aktuell den starken 3. Platz (26 Spiele/46 Punkte). Vor der Weihnachtspause stehen noch zwei Partien auf dem Programm, zuhause gegen Servette und auswärts gegen Lugano.

Von hinten nach vorne stimmt alles
Das Team vom finnischen Trainer Antti Törmänen hat dank den Erfolgen natürlich ein sehr robustes Selbstvertrauen und tritt dementsprechend dominant auf. Die Defensive ist trotz des Ausfalls von Routinier Beat Forster (noch verletzt) äusserst stabil. Der langjährige NHL-Torwart Jonas Hiller (36) ist nach wie vor ein grosser Rückhalt. Auch dank vorne läuft es auch wie geschmiert. Die Bieler sind nicht so stark von den Ausländern abhängig – auch die Schweizer produzieren fleissig Tore und Assists. Der von Lugano gekommene Stürmer Damien Brunner ist im Seeland aufgeblüht und ist aktuell Nr. 3 der Topskorerliste (27 Punkte). Der EHC Biel ist sicher nicht mehr der "kleine" Bruder des SC Bern. Im Gegenteil: Der Kantonsrivale sollte sich besser in Acht nehmen: Biel könnte ein ernsthafter Konkurrent werden im Kampf um den Schweizer Meistertitel.

Ohne Anken kein Brot
Drei mal gelang es dem EHC Biel bereits, diesen begehrten Titel zu holen (1978, 1981 und 1983). Die prägenden Figuren damals waren Verteidiger Köbi Kölliker, Stürmer Richmond Gosselin und Goalie Olivier Anken, der für seine spektakulären Paraden bekannt war. Eine beliebte Phrase bei den Bieler Fans war „ohne Anken kein Brot.“ Aufgrund finanzieller Probleme erlebte der Klub dann einen Niedergang, von 1995 bis 2008 spielte man in der NLB. Nun hat sich Biel wieder in der obersten Liga etabliert und nähert sich immer mehr der absoluten Spitze, letzte Saison etwa war die beste seit 28 Jahren: 3. Platz in der Regular Season und Halbfinal-Einzug. (JB)   

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