EHC Biel: Es ist Zeit für die Halbfinals

Der EHC Biel hat souverän die Playoffs erreicht. Diesmal wollen die Seeländer die erste Hürde überspringen.

Bild: Facebook/Simon Bohnenblust

In dieser Saison liessen die Bieler gar nichts anbrennen: Sie standen schon früh als Playoff-Teilnehmer fest. Aktuell belegt das Team vom finnischen Trainer Antti Törmänen den 3. Platz mit 82 Punkten. Nach der Olympia-Pause stehen noch drei Partien auf dem Programm. Am 28. Februar trifft Biel auswärts auf Fribourg, dann folgen noch zwei Duelle gegen die ZSC Lions. Mindestens ein Sieg sollten die Seeländer noch schaffen, damit sie das Heimrecht in den Playoffs sicher in der Tasche haben.

Viermal Viertelfinal
Seit dem Wiederaufstieg in die NLA 2008 schaffte es der EHC Biel bisher viermal unter die besten 8. Jedesmal waren die Viertelfinals die Endstation vom Bieler Hockey-Express; letztes Jahr war Meister SC Bern eine zu harte Knacknuss. So wäre es doch jetzt an der Zeit, mindestens die Halbfinals zu erreichen. Aber dies zu erwarten, wäre übertrieben: Mit einer so starken Qualifikation haben nur wenige gerechnet, denn Biel gehört auf dem Papier nicht zu den besten Teams der Liga. Eine kleine Schwächephase erlebten die Seeländer im Herbst. Chefcoach Mike McNamara wurde daraufhin durch Antti Tormänen ersetzt, der für neuen Schwung sorgte und die Bieler wieder auf den richtigen Kurs brachte.

Solidarisches Eishockey
Mit ihrem unbequemen und aufsässigen Eishockey stellen sie viele Teams vor Probleme. Die Bieler treten als Einheit auf und können die „Grossen“ regelmässig ärgern. Die Legionäre überzeugen, allen voran Topskorer Marc-André Pouliot (Ka) mit 13 Toren und 28 Assists. Bester Schweizer Skorer ist Verteidigerhaudegen Beat Forster (10 Tore/13 Assists).

Ohne Anken kein Brot
Der EHC Biel wurde bereits dreimal Schweizer Meister (1978, 1981 und 1983). Die prägenden Figuren damals waren Köbi Kölliker und Goalie Olivier Anken, der für seine spektakulären Paraden bekannt war. Eine beliebte Phrase bei den Bieler Fans war „ohne Anken kein Brot“. Aufgrund finanzieller Probleme erlebte der Klub dann einen Niedergang, von 1995 bis 2008 spielte man in der NLB. Nun hat sich Biel wieder in der obersten Liga etabliert. (JB)   

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