EHC Biel: Die neue Grossmacht aus dem Seeland

Der EHC Biel bleibt weiterhin stolzer Leader der NLA.

Bild: Facebook/Simon Bohnenblust

Auch nach 6 Runden führen die Bieler die Tabelle an; nur einmal gingen sie bisher als Verlierer vom Platz, sonst gab es lauter Siege. Zuletzt bezwangen sie auswärts die ebenfalls formstarken SCL Tigers mit 5:3. Als Doppeltorschütze glänzte Stürmer Mike Künzle.

Dominik Diem ist bester Teamskorer
Das Team vom finnischen Trainer Antti Törmänen hat dank den Erfolgen natürlich ein sehr robustes Selbstvertrauen und tritt dementsprechend dominant auf. Die Defensive ist trotz des Ausfalls von Routinier Beat Forster (out bis im Winter) äusserst stabil und vorne läuft es auch wie geschmiert. Bester Skorer ist aber nicht einer der Ausländer, sondern der junge Verteidiger Dominik Diem (21) mit 7 Assists. In der Meisterschaft geht es am 5. Oktober zuhause gegen Aufsteiger Rapperswil-Jona Lakers weiter; eine „machbarer“, aber nicht zu unterschätzender Gegner.

Mit "Damien-Power"
Auf die neue Spielzeit hat Biel nochmal kräftig aufgerüstet. Im Sturm etwa kamen zwei „Super-Damien“: Damien Brunner (32, von Lugano), der NLA-Topskorer 2011/12 und 135fache NHL-Spieler (30 Tore) und Damien Riat (21, von Servette). Das Angriffsjuwel erzielte letzte Saison 12 Goals und holte mit der Eishockeynati WM-Silber. In der Verteidigung kam der Finne Anssi Salmela (33), der auch offensiv für Akzente sorgen kann. Hinten sorgt nach wie vor der langjährige NHL-Torwart Jonas Hiller (36) für grossen Rückhalt. Insgesamt hat Biel ein Team, dass sogar ein paar Worte um den Meistertitel mitreden könnte. Der EHC Biel ist sicher nicht mehr der "kleine" Bruder des SC Bern. Im Gegenteil: Der Kantonsrivale sollte sich besser in Acht nehmen.

Ohne Anken kein Brot
Der EHC Biel wurde bereits dreimal Schweizer Meister (1978, 1981 und 1983). Die prägenden Figuren damals waren Verteidiger Köbi Kölliker, Stürmer Richmond Gosselin und Goalie Olivier Anken, der für seine spektakulären Paraden bekannt war. Eine beliebte Phrase bei den Bieler Fans war „ohne Anken kein Brot.“ Aufgrund finanzieller Probleme erlebte der Klub dann einen Niedergang, von 1995 bis 2008 spielte man in der NLB. Nun hat sich Biel wieder in der obersten Liga etabliert und nähert sich immer mehr der absoluten Spitze, letzte Saison etwa war die beste seit 28 Jahren: 3. Platz in der Regular Season und Halbfinal-Einzug. (JB)   

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