Die ZSC Lions suchen ihre Topform

Der Schweizer Eishockey-Meister ZSC Lions konnte die Handbremse diese Saison noch nicht richtig lösen.

Bild: Vereinsarchiv

Aktuell liegen die Zürcher nur auf dem 6. Platz (10 Spiele/18 Punkte). Das Team des neuen kanadischen Trainers Serge Aubin erwischte einen schlechten Start, konnte sich aber dann immerhin resultatmässig steigern; zuletzt verlor man aber wieder, auswärts gegen den SC Bern (2:3). Insgesamt aber ist die Formkurve aufsteigend. Doch eine klare Verbesserung ist sicher bei der Torproduktion nötig: nur 21-mal netzten die Löwen bisher ein. 2,1 Tore pro Spiel sind einfach zu wenig.

Potenzial ist riesig
Besonders wenn man bedenkt, was für ein unglaubliches Offensivpotenzial der ZSC hat mit  Klassestürmern wie Denis Hollenstein, Roman Wick, Pius Suter, Fredrik Pettersson oder Roman Cervenka. Der vielleicht beste, der schwedische „Magier“ Robert Nilsson, ist leider noch immer noch längere Zeit wegen seiner Hirnerschütterung. Doch leiden sie (noch) entweder unter Ladehemmung oder sind nicht in Form. Die grosse Ausnahme ist der talentierte Jungstürmer Jérôme Bachofner: Er ist sensationell der Topskorer des Teams mit 5 Toren und 3 Assists.

Turbo sollte langsam gezündet werden
Die Saison ist natürlich noch sehr lang, es bleibt viel Zeit um richtig ins Rollen zu kommen. In der letzten Spielzeit waren die Löwen in der Qualifikation eher mittelmässig, bevor sie dann in den Playoffs mächtig aufdrehten und zum 9. Mal Schweizer Meister wurden (den 6. unter dem Namen ZSC Lions). So kann es aber nicht immer laufen. Es wäre also sicher ratsam, wenn die Mannschaft nicht allzu lange wartet mit der Zündung des Turbos. Das Ziel muss es mit diesem Kader sein, die Titelverteidigung anzustreben.

Achtelfinal in der Champions League
Im eher unwichtigen Schweizer Cup sind die Zürcher ausgeschieden gegen Langnau. Dabei sind sie hingegen noch im europäischen Wettbewerb. In der Champions Hockey League beendeten sie die Gruppenphase auf dem 2. Platz hinter Frölunda Göteborg (Sd) und treffen nun in den Achtelfinals auf Kärpät Oulu (Fi). Das Hinspiel ist am 6. November in Zürich, am 20. November reisen die Löwen dann nach Finnland. Ein Weiterkommen wäre sicher gut für das internationale Prestige. (JB)

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