Der SC Bern ist zurzeit kaum zu stoppen

Nach einer Siegesserie in der nationalen Meisterschaft kegelte der SCB Münschen aus der Champions League. Im Viertelfinale wartet der schwedische Topclub Växjö.

Bild: SCB-Stürmer Marc Kämpf (Mitte) im Kampf mit der Abwehr der ZSC Lions; Vereinsarchiv

Das war eine reife Leistung. Bern siegte bei Red Bull München  5:2 und qualifizierte sich in beeindruckender Manier fürs CHL-Viertelfinale. Das Weiterkommen stand lange auf der Kippe. 2:2 lautete das Resultat nach zwei  Dritteln. Im fulminanten Schlussabschnitt skorten Hischier, Bodenmann und Ebbett für den SCB. Der starke Goalie Genoni liess sich nicht mehr bezwingen.

Schwierige Nummer
Im Viertelfinale trifft Bern auf die Växjo Lakers, den aktuellen Tabellenführer der schwedischen Liga. Die Südschweden schalteten in ihrem Champions League-Achtelfinale Red Bull Salzburg aus. Davos weiss, was Växjö drauf hat. Die vom 38-jährigen Sam Hallam gecoachten Schweden  gewannen die Davoser Champions League-Gruppe souverän vor Liberec, dem HCD und Cardiff. Viertelfinal-Termine sind der 5./6. Dezember und der 12. Dezember. Ob Bern zuerst daheim oder auswärts spielt, steht noch nicht fest.

Tabellenerster vor Lugano
In der Schweizer Meisterschaft  läuft es dem SCB wie geschmiert. Nach zuletzt vier Vollerfolgen in Serie liegt Bern deutlich in Führung. Der Tabellenzweite Lugano hat fünf Punkte Rückstand, die ZSC Lions auf Rang drei liegen elf Punkte zurück. In der aktuellen Verfassung ist Bern fraglos der Meisterkandidat Nummer 1. Bis zu den entscheidenden Partien dauert es freilich noch vier Monate. Die Playoffs starten am 10. März 2018.

Iceman  Kari Jalonen
Mann der Stunde im hockeyverrückten Bern ist der 57-jährige Kari Jalonen. Der SCB verlängerte den Vertrag von Headcoach Jalonen vorzeitig um zwei Jahre bis zum Ende der Saison 2019/2020. Ein erstklassiger Vertrauensbeweis für die Arbeit des stets sehr ruhig wirkenden früheren Trainers der finnischen Nationalmannschaft. Iceman Jalonen schaffte es, dem SCB Teamstärke und Winnermentalität einzuimpfen. Mehr kann man von einem Headcoach gewiss nicht verlangen.

Ein eigener Zug
Witziger Werbegag: Die BLS (Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn) setzt auf den SCB und der SCB auf die Bahn. 2018 verkehrt ein Doppelstöcker-Zug der BLS im SCB-Outfit Schwarz-Gelb-Rot. Auch das Innere des Zugs „Mutz“, so sein Name, wird auf SCB gestylt. Berner Fans können sich an Bord mit Vor- und Nachnamen verewigen. Dies zum Preis von 150 Franken. Eingesetzt wird „Mutz“ auf diversen Bahnlinien, zum Beispiel auf der S1 (Fribourg-Bern-Münsingen-Thun) oder der S6 (Bern-Schwarzenburg). (SL)

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