Brünigschwinget: "Nobody" holt den Festsieg

Das Bergschwingfest auf dem Brünigpass ist einer der wichtigsten Klassiker der Sportart. Doch den diesjährigen Sieger Erich Fankhauser (27) hatte wohl niemand auf der Rechnung.

Bild: Wikimedia

Erstmals seit acht Jahren gewann nicht ein Berner, sondern ein Innerschweizer auf dem Brünigpass zwischen Obwalden und Berner Oberland auf ziemlich genau 1000 Metern über Meer. Erich Fankhauser triumphierte sehr überraschend und holte sich damit den grössten Sieg seiner Karriere. Bisher war ein eidgenössischer Kranz das höchste der Gefühle für ihn.

Fankhauser profitiert vom "Gestellten" im Schlussgang
Der 27-jährige Entlebucher vom Innerschweizer Verband zeigte starke Leistungen am Fest; er startete zwar mit einer Niederlage, aber reihte danach Sieg um Sieg. Fankhauser hatte aber auch viel Glück: denn im Schlussgang stellten Joel Wicki und Kilian Wenger – dadurch hatte er dann am meisten Punkte auf dem Konto und war „lachender Dritter“.

Anderegg holt 100. Kranz
Es war sicherlich ein gelungenes Schwingfest – 6500 Zuschauer waren bei schönstem Wetter dabei und erlebten packende Wettkämpfe auf höchstem Niveau. Ein besonderes Jubiläum durfte der Meiringer Lokalmatador Simon Anderegg feiern. Er holte den 100. Kranz seiner Karriere.

Seit 1893
Der Brünig-Schwinget gehört zu den populärsten Festen „unserer“ Nationalsportart. Seit 125 Jahren wird er ausgetragen und hat nach wie vor seinen volkstümlichen Charakter behalten; Alphorn- und Jodelklänge gehören dazu oder auch Fahnenschwingen und währschaftes Essen. Der „Brünig“ ist eine Tradition, die noch sehr lange erhalten werden sollte. (JB)

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